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	<title>Roadtrip Kanada &#8211; Cosmopolidog</title>
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	<description>Der Hundeblog mit Weltblick.</description>
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	<title>Roadtrip Kanada &#8211; Cosmopolidog</title>
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		<title>Die Jake Story: Mein Roadtrip durch Kanada &#124; Teil 2</title>
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				<pubDate>Sun, 04 Feb 2018 15:45:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Joschka]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Roadtrip Kanada]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Als wir nach einer tausenden von Kilometern lange Reise vom Süden bis nach Dawson City im Norden Kanadas erreicht hatten, ließen meine Freundin und ich der ziemlich spontanen Idee, einen Hund zu adoptieren, Taten folgen und besuchten das örtliche Tierheim. Unscheinbar und etwas heruntergekommen empfing uns das „Humane Society“ etwas außerhalb von Dawson. Wir gingen rein [...]</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<p>Als wir nach einer <a href="https://www.cosmopolidog.com/roadtrip-durch-kanada-teil-1/"><strong>tausenden von Kilometern lange Reise</strong></a> vom Süden bis nach Dawson City im Norden Kanadas erreicht hatten, ließen meine Freundin und ich der ziemlich spontanen Idee, einen Hund zu adoptieren, Taten folgen und besuchten das örtliche Tierheim.<span id="more-1655"></span> Unscheinbar und etwas heruntergekommen empfing uns das „<em>Humane Society</em>“ etwas außerhalb von Dawson. Wir gingen rein und uns empfingen einige Katzen, draußen dann auch eine Hand voll Hunde. Zwei oder drei davon waren zur Adoption freigegeben, die anderen waren nur urlaubsweise da. Und dann tauchte da dieser <strong>blauäugige, tollpatschige und kurzbeinige Husky</strong> auf. Dieses exklusive Äußere hatte etwas Skurriles, Andersartiges und auf jeden Fall Besonderes. Es stellte sich heraus, dass er bereits ausgewachsen war und seine kurzen Beine von einer Corgi-Mama vererbt wurden. Zur eigenen Überraschung hörte der erst sechs Monate alte kleine Racker auf seinen Namen „<strong>Jake</strong>“ bei jedem Zuruf während des „Probegassigehens“. Ohne zu übertreiben, hatte dieser Kerl unsere Herzen erobert und wir entschieden uns nach eintägiger Überlegung, ihn zu adoptieren und mitzunehmen.</p>
<figure id="attachment_2137" aria-describedby="caption-attachment-2137" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img class="size-full wp-image-2137" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/hund-aus-dem-tierheim.jpg" alt="Das erste Bild von Jake vor dem Tierheim" width="800" height="536" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/hund-aus-dem-tierheim.jpg 800w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/hund-aus-dem-tierheim-300x201.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/hund-aus-dem-tierheim-768x515.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/hund-aus-dem-tierheim-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/hund-aus-dem-tierheim-770x515.jpg 770w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/hund-aus-dem-tierheim-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-2137" class="wp-caption-text">Das allererste Bild von Jake</figcaption></figure>
<h2>Work&amp;Travel mit Hund &#8211; ein neuer Reisepartner</h2>
<p>Das Ganze war erstaunlich günstig, denn die 130 Dollar beinhalteten neben dem Hund auch noch Impfungen und eine kleine Ausrüstung, wie eine Leine und ein Halsband. Warum es uns nicht schwer fiel ihn mitzunehmen, war nicht nur seine charismatische Ausstrahlung. Wir dachten uns, dass wir nichts falsch machen können. <span style="font-size: 14px; letter-spacing: 0px;">Denn: wenn es mit ihm klappt, behalten wir ihn. Wenn nicht, geben wir ihn in ein anderes Tierheim. Auch das wäre für ihn ja nicht schlimm gewesen, denn er hätte die Welt ein bisschen besser kennengelernt auf der Reise und der nächste Besitzer hätte sich nicht mehr um die Impfungen und Papiere kümmern müssen. </span></p>
<p><span style="font-size: 14px; letter-spacing: 0px;">Die Mitarbeiterin im Tierheim fragte uns dann noch, ob wir denn Erfahrungen mit Hunden hätten, was ich bejahte. Was aber nicht stimmte. Und zwar überhaupt nicht. Aber was hätte ich denn sagen sollen. Man stelle sich die Situation vor, in der zwei junge (20 und 19 Jahre alte) Kartoffelkopftouristen aus Deutschland ins Tierheim kommen und mal eben einen Hund mitnehmen wollen. <strong>Würdest DU ihn einfach so mitgeben? Vor allem, wenn die Leute noch nie einen Hund hatten?</strong> Man könnte da mit der Toleranz etwas an die Grenzen stoßen. </span></p>
<p>Es hat jedenfalls funktioniert und das ist doch super (Jahre später habe ich mit ihr und dem Tierheim wieder Kontakt aufgenommen und sie wissen lassen, dass es Jake immer noch gibt und es ihm gutgeht. <span style="font-size: 14px; letter-spacing: 0px;">„Oh my gosh, that`s so amaaaaaaziiiiing“). Wir konnten es kaum glauben, aber von jetzt auf nachher hatten wir einfach einen kleinen Brotkasten mehr im Auto.</span></p>
<figure id="attachment_2141" aria-describedby="caption-attachment-2141" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img class="size-full wp-image-2141" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/kleiner-husky-im-auto.jpg" alt="Der Husky-Corgi Jake im Auto auf Reisen" width="1920" height="1280" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/kleiner-husky-im-auto.jpg 1920w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/kleiner-husky-im-auto-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/kleiner-husky-im-auto-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/kleiner-husky-im-auto-1024x683.jpg 1024w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/kleiner-husky-im-auto-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/kleiner-husky-im-auto-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-2141" class="wp-caption-text">Ein Husky-Corgi auf Reisen</figcaption></figure>
<h4 style="text-align: left;"><span style="color: #000000;">Mit einem kurzbeinigen Husky durch ein verrücktes Alaska</span></h4>
<p>Ich bin der Meinung, dass man auf Reisen einen Weg &#8211; nach Möglichkeit &#8211; nicht zweimal nehmen sollte. Also entschieden wir uns, einen Umweg über Alaska und weiter südlich wieder nach Kanada zu fahren. Wir verließen Jakes Heimatstadt, bei der der<em> Klondike River</em> in den <em>Yukon River</em> mündet, mit der Fähre und setzten zum anderen Ufer über.</p>
<p>Schon bald erreichten wir die Grenze zum nördlichsten Bundesstaat der USA: <strong>Alaska</strong>. Die Grenzkontrolle war erstaunlich entspannt (Okay, welcher Terrorist überquert auch die Grenze von Kanada nach Alaska, um dann einen Baum in die Luft zu sprengen?). Die Straße als &#8220;Willkommen in den USA&#8221; jedoch ist alles andere als entspannt. Man kann selten schneller als 30 km/h fahren, weil man sonst sämtliche Achsen vom Auto begraben könnte. Aber wen juckt das Tempo, wenn man auf dem <em>Top of the World Highway</em> fährt. Man kann in endlose Weiten sehen und fühlt sich tatsächlich so, als würde man auf dem Dach der Welt fahren.</p>
<figure id="attachment_2146" aria-describedby="caption-attachment-2146" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img class="size-full wp-image-2146" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/grenze-zu-alaska-schild.jpg" alt="Ein &quot;Herzlich Willkommen in Alaska&quot;-Schild an der Grenze zu Kanada" width="1200" height="800" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/grenze-zu-alaska-schild.jpg 1200w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/grenze-zu-alaska-schild-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/grenze-zu-alaska-schild-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/grenze-zu-alaska-schild-1024x683.jpg 1024w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/grenze-zu-alaska-schild-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/02/grenze-zu-alaska-schild-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-2146" class="wp-caption-text">Auf dem Top of the World Highway in Alaska</figcaption></figure>
<p>Irgendwann haben wir Pause gemacht im absoluten Nirgendwo. Weit und breit keine Zivilisation in Sicht, also gehe ich etwas von der Straße ab, um den armen Pflanzen etwas Flüssigkeit zu spenden. Das tue ich und will mich umdrehen, als mir jemand von einer Anhöhe „<em>What ya doin here?</em>“ zuruft. In Alaska gibt es aber nicht einfach nur einen Jemand. Der Jemand hier war ein älterer Mann mit einer Schrotflinte in der Hand. Oder war es doch ein Jagdgewehr? Okay, ist mir in dem Moment auch scheißegal, weil ich einfach nur zurück will. Ich sage noch so etwas wie „<em>nothing, nothing, sorry</em>“ und drehe mich um, um zum Auto zu laufen. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass man gerade in Alaska das „Stand your ground“-Gesetz mit aller Vehemenz verteidigt &#8211; was so viel heißt wie, dass du einfach jeden abknallen kannst, der dein Grundstück unbefugt betritt &#8211; hoffe ich einfach, dass ich nicht bald eine Kugel statt Gedanken im Hinterkopf habe. Aber wie du schon vermutest, ist es gutgegangen, da ich gerade darüber schreibe. Ich bin ja grundsätzlich ein offener und hilfsbereiter Mensch ohne Berührungsängste. Wenn dir allerdings jemand bewaffnet gegenübersteht, nachdem du gerade auf sein Grundstück gepinkelt hast, möchte ich lieber weniger mit ihm zu tun haben.</p>
<figure id="attachment_1747" aria-describedby="caption-attachment-1747" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img class="size-full wp-image-1747" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2016/05/husky-in-auto.jpg" alt="Ein müder Husky entspannt sich" width="1200" height="800" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2016/05/husky-in-auto.jpg 1200w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2016/05/husky-in-auto-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2016/05/husky-in-auto-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2016/05/husky-in-auto-1024x683.jpg 1024w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2016/05/husky-in-auto-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2016/05/husky-in-auto-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-1747" class="wp-caption-text">Jake dagegen war die ganze Zeit entspannt</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: left;">Eines Nachts in Alaska&#8230;</h4>
<p>Es ging weiter und irgendwann dauerte es tatsächlich Stunden, bis uns wieder ein Auto begegnete. Es wurde Nacht und wir fuhren weiter &#8211; entgegen unserer selbst auferlegten Regel, nur tagsüber zu fahren &#8211; weil man</p>
<p>a) <em>dann bei einer Panne nicht völlig gearscht ist und</em></p>
<p>b) <em>die Landschaften bestaunen kann.</em></p>
<p>Der Grund der Nachtfahrt war, dass wir am nächsten Tag in <strong>Whitehorse</strong> den Termin beim Tierarzt hatten, um Jake die Impfungen und nötigen Unterlagen zu besorgen. Also fuhren wir weiter und immer weiter, bis wir um circa drei Uhr nachts am Horizont einen schief am Straßenrand liegenden Transporter sahen. Die Gegend war nun sehr flach, wie eine weite Steinwüste. Keine Bäume, keine Tiere, nichts. Der Transporter kam näher und ich ging davon aus, dass er liegengeblieben war. Ich fuhr langsamer und ließ das Fenster runter, um im selben Moment circa 10 Männer hinter dem Wagen zu sehen. Während ich noch das Fenster runterließ, kamen wir zum Stehen und ich konnte einen Blick von hinten in den Transporter werfen. Ich fragte wie der naivste deutscher Eierkopf, ob ich helfen könne und entdeckte ein <strong>komplettes Waffenarsenal</strong> im Wagen. Einer der Kerle sagte mir recht deutlich, dass ich weiterfahren soll, was ich mit Vergnügen dann auch tat. Zur Sicherheit drückte ich auf die Tube und holte mal circa alles aus den 190 PS des Vans raus.</p>
<p>Aber was war hier geschehen? Mitten im absoluten Nichts irgendwo in Alaska stehen 10 Männer hinter einem scheinbar liegengebliebenen Transporter, der so viel Waffen beinhaltete, dass bei diesem Anblick selbst John Wayne vor Schreck die Zigarre aus dem Mund gefallen wäre.<em> War es ein illegales Waffengeschäft? Wenn ja, wie macht man dann einen Treffpunkt aus, wo es keine Orientierungspunkte gibt? Und wieso sind da mehr Menschen als in ein Auto passen?</em> Bis heute war das eines meiner skurrilsten Erlebnisse und ich kann mir immer noch nicht erklären, was dort vor sich ging.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 style="text-align: left;">Der König der Wildnis</h3>
<p>Die Reise in Alaska näherte sich dem Ende, aber es sollten noch zwei Highlights folgen. Im dichten Morgengrauen entdeckte ich etwas im Gebüsch unweit der Strasse. Wir hatten schon einige Tiere wie Elche, Bisons oder Schwarzbären gesehen, aber dieser Moment toppte das Ganze noch einmal. <strong>Es war ein Grizzly!</strong> Er war etwas weit weg und doch gut zu erkennen.</p>
<p>Kurze Zeit später dann, zeigte sich auch die ganze Schönheit der Natur von ihrer besten Seite. Riesige Seen mit Bergen im Hintergrund, so wie man sich Alaska eben vorstellt. Auf dieser Strecke gab es so etwas wie einen Fahrradweg zwischen Fahrbahn und See. Nicht weiter besonders, wäre da nicht ein weiterer Grizzly aufgetaucht. Er lief einfach auf dem Fahrradweg entlang und ich konnte parallel auf der Fahrbahn fahrend aus circa 10 Meter Entfernung ein Video machen (<strong>Achtung: niemals während der Fahrt mit technischen Geräten spielen!</strong>). Die Bilder sprechen für sich und doch ist es in Realität um einiges intensiver. Dem König der Wildnis so nahe.</p>

<a href='https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/bär-in-alaska.mp4'>bär in alaska</a>

<p>Kurz nach der Grenze zu Kanada trafen wir einen weiteren Grizzly und somit hinterließ dieser Roadtrip ein unglaublich intensives Gefühl – oder wie der Literaturkritiker sagen würde – ein zum Nachdenken anregendes Erlebnis. Übrigens auch für Jake, der die komplette Strecke von Dawson City über Alaska bis nach Whitehorse wachgeblieben war.</p>
<p>Was Jake mit Sylvester Stallone aka. Rambo gemein hat, welches Fest wir mit Native Americans &#8211; den amerikanischen Ureinwohnern &#8211; gefeiert haben und wie ich mit ihm zurück nach Deutschland geflogen bin, liest du im <strong><a href="https://www.cosmopolidog.com/roadtrip-durch-kanada-teil-3/">letzten Teil der Jake-Story</a></strong>!</p>
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										</item>
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		<title>Die Jake Story: Mein Roadtrip durch Kanada &#124; Teil 1</title>
		<link>https://www.cosmopolidog.com/roadtrip-durch-kanada-teil-1/</link>
				<comments>https://www.cosmopolidog.com/roadtrip-durch-kanada-teil-1/#comments</comments>
				<pubDate>Tue, 30 Jan 2018 15:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Joschka]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Jake]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen mit Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Roadtrip]]></category>
		<category><![CDATA[Roadtrip Kanada]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Jeder, der einen Hund hat, kann seine eigene individuelle Geschichte erzählen. Diese hier ist unsere. Es ist eine ungewöhnliche Story, die vor einigen Jahren am anderen Ende der Welt ihren Lauf nahm&#8230; Als sich 2011 die Schulzeit dem Abschluss näherte, stellte sich immer mehr die Frage, was ich danach machen würde. Wie viele andere Halberwachsenen [...]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.cosmopolidog.com/roadtrip-durch-kanada-teil-1/">Die Jake Story: Mein Roadtrip durch Kanada | Teil 1</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.cosmopolidog.com">Cosmopolidog</a>.</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder, der einen Hund hat, kann seine eigene individuelle Geschichte erzählen. Diese hier ist unsere. Es ist eine ungewöhnliche Story, die vor einigen Jahren am anderen Ende der Welt ihren Lauf nahm&#8230;<span id="more-1545"></span></p>
<p>Als sich 2011 die Schulzeit dem Abschluss näherte, stellte sich immer mehr die Frage, was ich danach machen würde. Wie viele andere Halberwachsenen hatte ich den Drang, eine große Reise zu unternehmen. Es war schon seit mehreren Jahren immer im Hinterkopf gespeichert, dass ich eines Tages nach <strong>Kanada</strong> gehen werde, weit in die tiefe Wildnis (ein Dank geht raus an Andreas Kieling und all die anderen sehnsuchtserzeugenden Dokumentarfilmer und Autoren).</p>
<figure id="attachment_2041" aria-describedby="caption-attachment-2041" style="width: 373px" class="wp-caption alignright"><img class="wp-image-2041" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/blick-aus-dem-flugzeug-frankfurt.jpg" alt="Blick aus dem Flugzeug in Frankfurt Flughafen" width="373" height="500" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/blick-aus-dem-flugzeug-frankfurt.jpg 672w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/blick-aus-dem-flugzeug-frankfurt-224x300.jpg 224w" sizes="(max-width: 373px) 100vw, 373px" /><figcaption id="caption-attachment-2041" class="wp-caption-text">Los geht`s am Frankfurter Flughafen</figcaption></figure>
<p>Nach der Schule ist eine der seltenen Gelegenheiten, Träume ohne größere Sorgen zu verwirklichen, also war das Thema recht schnell durch. Ich kratzte all meine Ersparnisse zusammen, verkaufte mein geliebtes Auto (Fiat Seicento alias Knutschkugel) und hatte mit Unterstützung meines engeren Familienkreises ein überlebensfähiges Sümmchen zusammen. Toll war natürlich auch, dass meine Freundin Lena auch Lust hatte mitzukommen.</p>
<h2 style="text-align: center;">Mit Work&amp;Travel nach Kanada!</h2>
<p>Mit einem Work and Travel-Visum ging es dann für drei Monate in den Westen Kanadas, genauer gesagt nach <strong>Vancouver</strong>. Die meiner Meinung nach &#8211; neben Sevilla &#8211; schönste Großstadt der Welt (die ich bisher gesehen habe) war schon mal eine ordentliche Ansage der Kanadier. Die Sauberkeit, netten Menschen, das Meer, die schneebedeckten Berge und die Vielfalt der Kulturen machen die Stadt nicht umsonst in vielen Rankings zu eine der lebenswertesten Städte überhaupt.</p>
<figure id="attachment_1963" aria-describedby="caption-attachment-1963" style="width: 770px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-1963 size-large" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/vancouver-skyline-1024x683.jpg" alt="Die Skyline von Vancouver bei sonnigem Wetter" width="770" height="514" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/vancouver-skyline-1024x683.jpg 1024w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/vancouver-skyline-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/vancouver-skyline-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/vancouver-skyline-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/vancouver-skyline-770x515.jpg 770w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/vancouver-skyline-370x247.jpg 370w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/vancouver-skyline.jpg 1200w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption id="caption-attachment-1963" class="wp-caption-text">Die wunderschöne Skyline von Vancouver</figcaption></figure>
<p>Da wir beide noch zu jung waren, um uns ein Auto mieten zu dürfen (20 und 19 Jahre), entschieden wir uns schon vor der Ankunft, dort ein Auto zu kaufen. Also einen Van. Mit drinnen Schlafen und so. Ist auf die Dauer deutlich günstiger, als immer in Hostels zu schlafen. Wissen wir nämlich ganz genau, weil die ersten zwei Nächte richtig teuer waren. Dementsprechend schnell hatten wir dann einen sehr schönen<em> Chevrolet Astro Van</em>. Man geht einfach zu ein paar Autoverkäufern, entscheidet sich für ein Auto und am nächsten Tag ist das Ganze erledigt.</p>
<p>Du brauchst Adressen und mehr Tipps? Schreib mir gerne auf <strong><a href="https://www.instagram.com/cosmopolidog_com/">Instagram</a></strong>!</p>
<figure id="attachment_1726" aria-describedby="caption-attachment-1726" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-1726 size-full" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/chevrolet-astro-van-1994.jpg" alt="Mit dem neuen Chevrolet Van auf einem Rastplatz" width="1200" height="800" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/chevrolet-astro-van-1994.jpg 1200w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/chevrolet-astro-van-1994-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/chevrolet-astro-van-1994-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/chevrolet-astro-van-1994-1024x683.jpg 1024w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/chevrolet-astro-van-1994-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/chevrolet-astro-van-1994-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-1726" class="wp-caption-text">Ein schicker Chevrolet Van mit viel Platz zum Schlafen</figcaption></figure>
<figure id="attachment_1976" aria-describedby="caption-attachment-1976" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-1976 size-full" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/backpacker-auto-innen-campingausruestung.jpg" alt="Die etwas chaotische Innenansicht meines echten Backpacker Autos" width="1200" height="800" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/backpacker-auto-innen-campingausruestung.jpg 1200w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/backpacker-auto-innen-campingausruestung-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/backpacker-auto-innen-campingausruestung-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/backpacker-auto-innen-campingausruestung-1024x683.jpg 1024w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/backpacker-auto-innen-campingausruestung-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/backpacker-auto-innen-campingausruestung-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-1976" class="wp-caption-text">Zwei bequeme Betten und unsere Campingausrüstung</figcaption></figure>
<p><span style="font-family: 'Open Sans', sans-serif; font-size: 14px;">Die Reise ging los Richtung Landesinnere über die touristischen Hotspots <strong>Banff, Lake Louise</strong>, mitten durch die <strong>Rocky Mountains</strong>. Es ist schon interessant die Attraktionen gesehen zu haben, aber eigentlich war es auch enttäuschend. Für mich steht eine Großzahl an Touristen irgendwie konträr zu der Vorstellung Kanadas, die Einsamkeit, Ruhe, Wildnis beinhaltet. Was bringt es mir behaupten zu können, mit einem Kanu auf dem Lake Louise gefahren zu sein? Ist doch auch okay sagen zu können, dass ich zu geizig war, für eine halbe Stunde Kanu fahren 35 (!) Dollar zu bezahlen. Nach circa einer Minute sind wir wieder gegangen, aber für`s Postkartenbild hat es noch gereicht.</span></p>
<figure id="attachment_2006" aria-describedby="caption-attachment-2006" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-2006 size-full" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/lake-louise-kanu.jpg" alt="Kanus auf dem Lake Louise" width="1200" height="800" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/lake-louise-kanu.jpg 1200w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/lake-louise-kanu-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/lake-louise-kanu-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/lake-louise-kanu-1024x683.jpg 1024w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/lake-louise-kanu-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/lake-louise-kanu-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-2006" class="wp-caption-text">Lake Louise</figcaption></figure>
<figure id="attachment_2007" aria-describedby="caption-attachment-2007" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-2007 size-full" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/mount-revelstoke-campingplatz.jpg" alt="Meine Freundin Lena neben dem Auto auf Campingplatz mit Blick auf Rocky Mountains" width="900" height="600" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/mount-revelstoke-campingplatz.jpg 900w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/mount-revelstoke-campingplatz-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/mount-revelstoke-campingplatz-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/mount-revelstoke-campingplatz-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/mount-revelstoke-campingplatz-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption id="caption-attachment-2007" class="wp-caption-text">Auf dem Campingplatz mit Blick auf die Rocky Mountains</figcaption></figure>
<p>Die Autofahrt dagegen war jede einzelne Sekunde wert. Einfach das Tempomat an und gucken.</p>
<p><span style="font-family: 'Open Sans', sans-serif; font-size: 14px; letter-spacing: 0px;">Als wir gerade die Rocky Mountains hinter uns gelassen hatten, ging die Lichtmaschine vom Auto kaputt und wir mussten kurz vor <strong>Calgary</strong> anhalten. Hier lernten wir zum ersten Mal die Herzlichkeit der Kanadier kennen. Zwei ältere Kerle gaben uns mit ihrem gigantisch großen Campingbus Energie genug, um den Van wieder zum Laufen zu bringen. Kurze Zeit später kam einer der beiden noch mal zurück, nur um uns noch eine Tüte voller Kirschen zu überreichen. Eine kleine, aber ziemlich &#8220;erfrischende&#8221; Geste. Leider zuckelte das Auto kurze Zeit später wieder gewaltig und wir rollten förmlich die nächste Ausfahrt raus in einen kleinen Industriepark. Wir hatten hier wirklich großes Glück im Unglück. Wir rollten ernsthaft auf den Parkplatz einer Autowerkstatt. Sie tauschten die Lichtmaschine aus und es konnte weitergehen.</span></p>
<p>So atemberaubend es angefangen hatte, so langweilig wurde es mit der Zeit, parallel zum Verschwinden der Berge. Die Landschaft wurde immer flacher – <strong>Alberta</strong>. Was wie ein Name einer Kuh auf Schorschls Bauernhof klingt, ist in Wirklichkeit der Bundesstaat neben British Columbia und eignet sich tatsächlich auffällig gut für Kühe als Bewohner. <span style="font-family: 'Open Sans', sans-serif; font-size: 14px; letter-spacing: 0px;">Flach, wiesig, langweilig, soweit das Auge reicht.</span><span style="font-family: 'Open Sans', sans-serif; font-size: 14px; letter-spacing: 0px;"> </span></p>
<figure id="attachment_2008" aria-describedby="caption-attachment-2008" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-2008 size-full" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/flaches-alberta.jpg" alt="Einsames Auto auf einer Strasse in Alberta, Kanada" width="900" height="600" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/flaches-alberta.jpg 900w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/flaches-alberta-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/flaches-alberta-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/flaches-alberta-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/flaches-alberta-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption id="caption-attachment-2008" class="wp-caption-text">Langweiliges Alberta</figcaption></figure>
<h5 style="text-align: center;">Kein Geld, aber jede Menge Kirschen</h5>
<p>Über Umwege landeten wir wieder im Süden British Columbias in einem kleinen Kaff namens <strong>Okanagan Falls</strong>, gelegen am wunderschönen <em>Skaha Lake</em>. Unsere Reiseschecks waren alle und mit der Überweisung des restlichen Geldes ging etwas schief, sodass wir für mindestens eine Woche kein Geld mehr hatten.</p>
<p><span style="font-family: 'Open Sans', sans-serif; font-size: 14px; letter-spacing: 0px;">Okay, glatt gelogen. Wir hatten laut Reisebuch noch 2,37$.</span><span style="font-family: 'Open Sans', sans-serif; font-size: 14px; letter-spacing: 0px;"> </span></p>
<figure id="attachment_2009" aria-describedby="caption-attachment-2009" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-2009 size-full" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/parkplatz-in-kanada-mcdonalds-abnehmklinik.jpg" alt="Jemand fährt mit dem Motorrad vom McDonalds in die Abnehmklinik nebenan." width="900" height="600" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/parkplatz-in-kanada-mcdonalds-abnehmklinik.jpg 900w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/parkplatz-in-kanada-mcdonalds-abnehmklinik-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/parkplatz-in-kanada-mcdonalds-abnehmklinik-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/parkplatz-in-kanada-mcdonalds-abnehmklinik-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/parkplatz-in-kanada-mcdonalds-abnehmklinik-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption id="caption-attachment-2009" class="wp-caption-text">Gibt es nur im Okanagan Valley: Mit dem Motorrad direkt vom McDonald`s zur „Abnehmklinik“ nebenan.</figcaption></figure>
<p>Wir mussten uns also irgendwie in diesem Seelendorf herumschlagen. Es stellte sich jedoch heraus, dass sich dieser Ort in einer Weinbauregion (!) befindet und gerade die Zeit reif war für die Kirschernte. Wir fragten einfach irgendwelche Leute und landeten auf einer Forschungsanlage für unbehandeltes Obst, bei der wir für zwei Tage aushalfen. Leider hatten sie nicht mehr Arbeit, aber wie der Zufall es wollte, brauchten die Nachbarn jede Hilfe, die Kirschen zu pflücken.</p>
<p>Man sollte vielleicht noch wissen, dass ein Nachbar in Kanada nicht einfach ein Nachbar mit Garten ist. Es ist eher ein Nachbar mit einem großen Garten. Einem sehr großen Garten. Oder sogar einer ganzen Plantage bzw. Farm. Somit hatten wir für die ganze Woche Arbeit und mit ein paar hundert Kröten in der Tasche und einer erfolgreichen Kontoüberweisung konnte es weitergehen, nur wohin?</p>
<figure id="attachment_2010" aria-describedby="caption-attachment-2010" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-2010 size-full" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/fruitpicking-okanagan-falls.jpg" alt="Kirschen pflücken in Okanagan Valley" width="1000" height="667" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/fruitpicking-okanagan-falls.jpg 1000w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/fruitpicking-okanagan-falls-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/fruitpicking-okanagan-falls-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/fruitpicking-okanagan-falls-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/fruitpicking-okanagan-falls-770x515.jpg 770w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/fruitpicking-okanagan-falls-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-2010" class="wp-caption-text">Die Kirschplantage mit den unkonventionellen Methoden</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: center;">In die Wildnis&#8230;</h3>
<p>Eine Option war anfangs von der West- bis zur Ostküste zu fahren, aber das flache Land hatte uns abgeschreckt. Spontan kam die Idee, etwas einigermaßen Verrücktes zu tun:<b> </b></p>
<p><b>V</b><strong>om südlichsten Punkt nahe der US-amerikanischen Grenze bis hoch nach Alaska zu fahren!</strong></p>
<p>Nachdem ich viele Filme, Dokus, Bücher und insbesondere den Film „<em>Into the Wild</em>“ gesehen und das gleichnamige Buch gelesen hatte, war Alaska ein Sehnsuchtsort geworden. In dem Film geht es um die wahre Begebenheit, in der ein junger Mann sich auf eine lange Reise macht, bis nach Alaska. Selbstfindungstrip und so. Ich will ja hier keine Details verraten, aber die ganze Story war schon irgendwie cool. Wildnis. Natur. Einsamkeit. Freiheit.</p>
<p>Gesehen, gelesen, getan. Das Ziel war erst einmal <strong>Dawson City, die berühmte und ehemals größte Goldgräberstadt in Nordamerika um 1900</strong>. Einfache Strecke: 3200 km nordwärts.</p>
<p>Mit der Zeit wurden die Abstände zwischen den Orten immer größer und die Zivilisation schien sich immer weiter zu entfernen. Nach einigen Tagen erreichten wir den <strong>Alaska Highway</strong>. Eine geteerte Straße, und das fernab des großen Verkehrs. Wenn man in solchen Regionen fährt, weiß man das tatsächlich zu schätzen. Wilde Tiere wie Karibus (die nordamerikanischen Rentiere), Schwarzbären und eine auf der Straße chillende Bisonherde sieht man auf dieser Strecke nun immer häufiger.</p>
<figure id="attachment_1733" aria-describedby="caption-attachment-1733" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-1733 size-full" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/schwarzbaer-in-kanada.jpg" alt="Schwarzbär in Kanada" width="1024" height="683" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/schwarzbaer-in-kanada.jpg 1024w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/schwarzbaer-in-kanada-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/schwarzbaer-in-kanada-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/schwarzbaer-in-kanada-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/schwarzbaer-in-kanada-770x515.jpg 770w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/schwarzbaer-in-kanada-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1733" class="wp-caption-text">Der erste Schwarzbär meines Lebens!</figcaption></figure>
<p>Nach einer knappen Woche erreichten wir <strong>Yukon</strong>. Der Bundesstaat mit einer Fläche vier Mal so groß wie Deutschland, aber nur 35.000 (!) Einwohnern, entspricht tatsächlich der Vorstellung über das einsame, wilde Leben im Norden Kanadas. Gleich am Anfang gab es dann gleich eine Attraktion zu bestaunen, den <em>Signpost Forest</em> am Watson Lake.<br />
Mehr als 100.000 Schilder haben Besucher aus aller Welt hier in den letzten Jahrzehnten aufgehängt!</p>
<figure id="attachment_1966" aria-describedby="caption-attachment-1966" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-1966 size-full" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/signpost-forest-watson-lake.jpg" alt="Der Signpost Forest mit unzähligen Schildern am Watson Lake" width="900" height="593" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/signpost-forest-watson-lake.jpg 900w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/signpost-forest-watson-lake-300x198.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/signpost-forest-watson-lake-768x506.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption id="caption-attachment-1966" class="wp-caption-text">Der Signpost Forest</figcaption></figure>
<p>Nun gab es alle paar hundert Kilometer eine Tankstelle, teilweise mit Duschen für die Reisenden. Der Spritpreis war nahezu verdoppelt im Vergleich zum Süden und damit erstmals teurer als in Deutschland &#8211; Frechheit!</p>
<p>Über die <strong>Hauptstadt Whitehorse</strong> kam dann der letzte Abschnitt mit knapp 600 km.</p>
<figure id="attachment_1970" aria-describedby="caption-attachment-1970" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><img class="size-full wp-image-1970" src="http://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/alte-tankstelle-in-yukon.jpg" alt="Tankstelle in Yukon" width="900" height="600" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/alte-tankstelle-in-yukon.jpg 900w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/alte-tankstelle-in-yukon-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/alte-tankstelle-in-yukon-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/alte-tankstelle-in-yukon-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/alte-tankstelle-in-yukon-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption id="caption-attachment-1970" class="wp-caption-text">Oldschool Tankstelle am Arsch der Welt</figcaption></figure>
<figure id="attachment_2011" aria-describedby="caption-attachment-2011" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-2011 size-full" src="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/kino-whitehorse.jpg" alt="Das Kino in Whitehorse" width="1200" height="800" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/kino-whitehorse.jpg 1200w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/kino-whitehorse-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/kino-whitehorse-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/kino-whitehorse-1024x683.jpg 1024w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/kino-whitehorse-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/kino-whitehorse-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-2011" class="wp-caption-text">Vor der Weiterreise noch Harry Potter 7 im stilgerechten Kino geguckt</figcaption></figure>
<p>Auf der Landkarte waren einige wenige Orte eingetragen. Okay, eigentlich waren es Häuser. Aber die Häuser hatten Ortsnamen. Soll heißen, es waren Orte, bestehend aus einem Haus. Das erfährt man aber erst, wenn man endlos lange fährt und sich irgendwann die Frage stellt, ob dieser Ort nicht schon seit langem hätte kommen müssen. Egal, schließlich gab es ja bei jedem Halt „<em>World Famous Chickenburger/ Pizza/ Steaks/ Fries</em>“. Hauptsache was mit Fett. (Anfangs dachten wir, es sei tatsächlich so und auf dieser Route gab es wohl hier und da berühmte Figuren aus der Geschichte des Landes, z.B. Meisterköche, die den amerikanischen Fast-Food-Mythos mitbegründeten. Okay, naiv war`s schon, aber wer hinterfragt so etwas auch, wenn er geblendet ist vom eigenen Reinsteigern in diese Abenteuerfahrt.)</p>
<p>Für alle Englischpfosten: „<em>World Famous</em>“ heißt übersetzt so viel wie „<em>einigermaßen lecker</em>“.</p>
<figure id="attachment_1737" aria-describedby="caption-attachment-1737" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><img class="size-full wp-image-1737" src="http://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/liard-hot-springs.jpg" alt="Liard Hot Springs Yukon" width="1024" height="683" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/liard-hot-springs.jpg 1024w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/liard-hot-springs-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/liard-hot-springs-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/liard-hot-springs-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/liard-hot-springs-770x515.jpg 770w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/liard-hot-springs-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1737" class="wp-caption-text">Kurze Erholung in den „Liard Hot Springs“</figcaption></figure>
<h4 style="text-align: center;">Der Norden Kanadas, Goldsucher und die Frage nach dem Tierheim</h4>
<p>Irgendwann war es dann soweit, die Wälder wurden karger und der Nordpol lag in Reichweite (nur noch 2895 Kilometer) <strong>&#8211; Dawson City</strong>. Hier sollte sich mein Leben nachhaltig verändern, aber erst einmal zur „Stadt“. Im Sommer leben hier 2000 Einwohner, im Winter die Hälfte. Obwohl es nur bis zu minus 50 Grad werden kann. Weicheier. Jeder Winkel dieser Stadt erinnert an das Erbe der legendären Goldgräberzeit. Saloons, die Architektur, ein Dampfradschiff, alles was das Geschichtslehrerherz begehrt. Der berühmte Jack London, Literaturkennern und alkoholabhängigen, lonesome Hinterwäldlern ein Begriff (u.a. „<em>Ruf der Wildnis</em>“, „<em>Wolfsblut</em>“), lebte hier unweit entfernt und noch heute kann man seine ehemalige Unterkunft besichtigen.</p>
<figure id="attachment_2004" aria-describedby="caption-attachment-2004" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img class="size-full wp-image-2004" src="http://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/dawson-city.jpg" alt="Strasse in Dawson City, Yukon, " width="1200" height="800" srcset="https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/dawson-city.jpg 1200w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/dawson-city-300x200.jpg 300w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/dawson-city-768x512.jpg 768w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/dawson-city-1024x683.jpg 1024w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/dawson-city-270x180.jpg 270w, https://www.cosmopolidog.com/wp-content/uploads/2018/01/dawson-city-370x247.jpg 370w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-2004" class="wp-caption-text">Dawson City &#8211; Ein Ort wie im Wilden Westen</figcaption></figure>
<p>Alles passt ins Bild, nur die Autos nicht, aber gut. Hatten ja selbst eins. Am nächsten Tag googelte ich, ob es hier nicht ein Tierheim gibt. Klar, jedes Kaff hat ein Tierheim&#8230;nicht. Dawson hatte aber tatsächlich eins. Also, warum nicht mal vorbeischauen und <strong>einen Hund</strong> mitnehmen? 🙂</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht klar, wie weit einen manchmal die eigene Naivität bringen kann…</p>
<p style="text-align: left;"><a href="https://www.cosmopolidog.com/roadtrip-durch-kanada-teil-2/"><strong>Was im Tierheim passierte und wie sich mein Leben radikal änderte, liest du im nächsten Teil der Jake Story!</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.cosmopolidog.com/roadtrip-durch-kanada-teil-1/">Die Jake Story: Mein Roadtrip durch Kanada | Teil 1</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.cosmopolidog.com">Cosmopolidog</a>.</p>
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