In diesem Artikel erfährst du, wie du deinen Hund optimal auf die Reise im Flugzeug vorbereitest, auf welche wichtigen Dinge du bei der Transportbox achten musst und einige hilfreiche Tipps als Bonus. Mit einer gezielten Vorbereitung wird dein Hund im Flugzeug deutlich entspannter und weniger gestresst sein. Der Artikel orientiert sich an meiner eigenen Erfahrung mit Jake, den ich während meines Work&Travel-Aufenthalts in Kanada gefunden und per Flugzeug im Frachtraum mit nach Deutschland genommen habe.

Vorbereitungen auf den Flug mit Hund

Stelle sicher, dass du die Hundetransportbox spätestens 2-3 Wochen vor der Reise gekauft hast. Dadurch ist genug Zeit, den Hund gut auf die Reisestrapazen vorzubereiten, indem du ihn schon mal an die Box gewöhnst. Am Anfang kannst du ein paar Leckerli in die geöffnete Box schmeißen oder deinen Hund einen Knochen suchen lassen, den du in der Box versteckst. Nachdem er sich allmählich an die Box gewöhnt hat, solltest du deinen Vierbeiner bei geöffneter Tür auch mal dort ausruhen und schlafen lassen.

Tipp: Lege eine benutzte Decke, ein benutztes Handtuch und/ oder einen gewohnten Gegenstand wie ein Kuscheltier in die Box. Der bekannte Geruch gibt deinem Hund Sicherheit und er kann sich schneller an die Transportbox gewöhnen.

Ich habe Jake nach einigen Tagen in der verschlossenen Transportbox schlafen lassen, nachdem er sich an sie gewöhnt hatte. Die Box stand neben meinem Bett und mein Schnarchen hat ihn wahrscheinlich zusätzlich schneller friedlich schlafen lassen. Falls du nicht schnarchst, wird dein Geruch aber ausreichen. Am nächsten Tag geht die Tür wieder auf und alles ist gut. Ziel ist es, die Transportbox wie eine Hundehütte zu sehen, in der sich dein Hund zurückziehen kann. Du kennst deinen Hund am besten und gehst bei der Eingewöhnungsphase die beschriebenen Schritte so schnell, wie du (und Hund?) das für richtig halten. Übertreibe es also nicht und schließe die Tür am Anfang erst mal nur für kürzere Zeiten ab.

Ich habe immer wieder gelesen, dass manche Hundebesitzer eine CD mit Fluggeräuschen abspielen lassen, um den Hund daran zu gewöhnen. Wir haben es noch nicht ausprobiert, aber schaden kann es aus meiner Sicht nicht.

Vorbereitung der Hundetransportbox für den Flug

Nicht nur dein Hund muss für den Flug fit gemacht werden, sondern auch die Box. Ich gehe hier nicht darauf ein, welche Transportbox für deinen Hund passt, sondern was du genau für die Flugreise tun kannst, um die Box flugtauglich zu machen.

Da die meisten Hunde im Frachtraum mitfliegen müssen und die wenigstens Airlines eine Mitnahme in der Kabine erlauben, konzentriere ich mich auf Ersteres.

Wichtig ist, dass die Transportbox im Frachtraum nicht einfach aufgeht. Zwar kann man alle Boxen zuschließen, allerdings würde ich hier nachhelfen und die Tür zusätzlich mit robusten Klebestreifen oder Kabelbindern fixieren. Außerdem braucht dein Hund ausreichend Wasser. Gerade für stressige Anlässe wie eine Reise im Flugzeug ist das unglaublich wichtig! Ich habe gleich zwei Futternäpfe an das Türgitter geschraubt.Trinknapf und Futternapf für Transportbox für Hunde

Tipp: Fülle beide Näpfe mit Wasser voll und friere sie ein. Werdet ihr zum Flughafen gefahren, könnt ihr die Näpfe auf dem Weg zum Flughafen in einer Kühlbox transportieren. Das Eis schmilzt nach und nach und so stellst du sicher, dass zumindest ein Teil davon nicht direkt beim Verfrachten aus den Näpfen schwappt und dein Hund auf dem Flug genug zu trinken hat.

Die Anreise, am Flughafen und wie dein Hund im Flugzeug möglichst entspannt ist

Es spielt eigentlich keine Rolle, zu welcher Tageszeit der Flug geht. Wichtig ist, dass dein Hund in den letzten Stunden vor dem Flug kein Futter mehr bekommen sollte, um mögliche gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Der Stress gepaart mit vollem Magen könnte z.B. zu Erbrechen führen.

Außerdem halte ich es für absolut sinnvoll, deinen Hund möglichst kurz vor dem Flug sowohl geistig als auch körperlich auszulasten. Suchspiele, mit anderen Hundekumpels herumtoben und eine ausgiebige Gassirunde sind dafür ideale Beispiele. Die Auslastung sorgt dafür, dass dein Hund ruhiger ist und sich eher an die stressige Umgebung anpassen wird.

Geht dein Flug beispielsweise um 12 Uhr, solltest du also von ca. 5:00 Uhr bis 7:00 Uhr für die Auslastung sorgen und den Hund danach füttern (spätestens um 7 Uhr). Da man bei Hundetransporten gewöhnlich mindestens 2 Stunden vorher am Schalter sein muss und der Hund dementsprechend ab 10 Uhr verladen würde, hätte er in diesem Fall gerade mal drei Stunden, um das Futter einigermaßen zu verdauen.

Seid ihr am Flughafen angekommen, würde ich den Hund erst beim Check-In in die Transportbox gehen lassen, damit die Zeit dort möglichst kurz ist. Dabei legst du die Decke oder das Handtuch hinein, dass er bereits von der Vorbereitung auf den Flug kennt und am besten noch ein Shirt, dass nach dir riecht. Plane hier auch ein paar Minuten ein, damit dein Vierbeiner in der Box zur Ruhe kommen kann. Die gefrorenen Näpfe bringst du jetzt noch an die Tür an und dann kann es losgehen.

Tipp: die jeweiligen Vorschriften der Airlines für die Transportboxen für Hunde und was du zum Check-In mitbringen musst, erfährst du auf den Websiten der Airlines.

Nun ist es fast geschafft: einen sehr wirkungsvollen Tipp, der bei Jake und seiner Flugreise von Kanada nach Deutschland funktioniert hat, möchte ich dir aber nicht vorenthalten: Platziere auf der Box einen gut lesbaren Zettel in Englisch und der Sprache, die am Abflugort gesprochen wird. Auf diesem schreibst du:

  • den Namen deines Hundes
  • deinen Namen mit Kontaktdaten
  • dass dein Hund sehr ängstlich/ aufgeregt ist wegen dem Flug
  • und sich deshalb sehr freuen würde, den Cookie zu bekommen, der außerhalb der Box in der Tüte liegt

Vorher hast du logischerweise diesen Cookie irgendwo gut sichtbar angebracht (z.B. in einer durchsichtigen Tüte, die an der Box befestigt ist). Vorhin habe ich geschrieben, dass ein voller Magen nicht gut für den Flug ist, aber bei dem Cookie geht es eher um eine Art Leckerli. Er sollte also klein genug sein, darf aber ruhig so groß sein, dass ordentlich Glückshormone beim Mampfen ausgeschüttet werden. Als ich Jake damals wieder in Empfang genommen habe, war die Tüte leer und ich wusste dadurch, dass ein Flughafenmitarbeiter ihm den Cookie gegeben hatte (es gab auch verdächtige Spuren von Bröseln in der Box).

Fliegen mit Hund – muss das sein?

Ich hoffe, dass du mit all den Infos und Tipps möglichst viel anfangen und umsetzen kannst und dein Hund und du eine einigermaßen entspannte Reise haben werdet.

Denn eines ist klar: für Hunde sind Flugreisen so ziemlich das stressigste, was es überhaupt gibt.

In diesem Artikel helfe ich dir deswegen, die Reise so angenehm wie möglich zu gestalten. Überleg dir aber bitte SEHR GUT, ob dein Hund WIRKLICH mitfliegen muss und ob er für die Zeit nicht bei Bekannten unterkommen kann. Ist das Urlaubsziel nicht tausende von Kilometern weg, macht eine Reise mit dem Zug oder Auto deutlich mehr Sinn.

Andernfalls: Guten Flug!

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Dein Joschka und Jake

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